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Angstreduktion bei Zahnarztpatienten mit EFT
von Graham Temple
Einleitung
Trotz aller technologischen Fortschritte in den Zahnarztpraxen verursacht ein Zahnarztbesuch noch immer große Angst. Die "British Dental Association" (1995) schätzt, dass jeder dritte Erwachsene an leichten bis schwereren Ängsten leidet, wenn eine Zahnbehandlung ansteht. Die gleiche Angstquote wird auch bei Kindern vermutet.
Diese Angstzustände erschweren eine Zahnbehandlung, was wiederum zu weiterer Angst führt und darüber hinaus für Zahnarzt und Zahnarzthelfer(inne)n vermehrt Stress und Zeitaufwand bedeutet. Eine einfache, schnelle und doch effektive Methode, diese Ängste im Patienten zu mindern, würde eine Zahnbehandlung für alle Beteiligten um einiges angenehmer machen.
Zielstellung
Das Ziel dieser Studie bestand darin, die Auswirkungen von EFT auf ängstliche Zahnpatienten unmittelbar vor der Behandlung zu untersuchen.
Es sollte nachgewiesen werden, dass EFT ein effektiver und praktischer Weg ist, diese Ängste zu reduzieren.
Methode
a) Patienten, denen ein Eingriff, wie Füllungen, Zahnentfernung oder Kronen- und Brückenbehandlung bevorstand, wurden befragt, ob ihnen die Aussicht auf diese Behandlungen Angst erzeugte.
b) Patienten, die äußerten, dass sie gewöhnlich angstvoll seien, wurden befragt, ob sie EFT versuchen wollten. Der EFT-Prozess wurde kurz unter dem Begriff "psychologische Akupressur" beschrieben.
c) Mit allen Patienten, die zustimmten (nahezu alle Befragten), wurden Termine vereinbart - einschließlich zehn Extraminuten für weitere Erklärungen zu EFT und deren Anwendung.
d) Zu diesem Termin wurden die Patienten gebeten, ihre Ängste auf einer Skala von Null bis Zehn einzuordnen (Null bedeutete Entspanntheit, Zehn die größte persönliche Angst).
e) Nur Patienten mit einer Angsteinwertung von Sechs und mehr wurden für diese Studie herangezogen, insgesamt 30 Personen.
f) Nachdem EFT den Probanden erklärt worden war, folgte die Anwendung von EFT. Das "Grundrezept" wurde anfänglich verwendet und im Verlauf gegebenenfalls variiert, bis der Proband erklärte, dass er nicht weiter klopfen müsse, oder bis sechs Minuten der Anwendung vergangen waren. Dann wurde eine erneute Angsteinwertung vorgenommen.
g) Dieser EFT-Anwendung folgte unmittelbar die Zahnbehandlung. Allen Patienten wurde mitgeteilt, dass sie die Handpunkte beklopfen könnten, wenn nötig.
h) Nach der Zahnbehandlung wurden die Probanden befragt, wie sie die Zahnbehandlung erlebt hatten.
Ergebnisse
Summe der Vor-EFT-Angsteinwertung 241
Durchschnittliche Vor-EFT Angsteinwertung 8
Summe Nach-EFT-Angsteinwertung 91
Durchschnittliche Nach-EFT-Angsteinwertung 3
Größte Angstreduktion 8 (bei zwei Fällen)
Geringste Angstreduktion 2 (bei zwei Fällen)
Prozentuale Angstreduktion auf den Wert Drei oder geringer 72,6 %
Prozentualer Anteil von Patienten mit verminderter Angst 100 %
Diskussion
Obgleich diese Studie ziemlich klein ist und bei vielen Probanden die EFT-Anwendung spätestens zur vorgegebenen Zeit (sechs Minuten) beendet wurde und somit die Anwendung nicht bis zu einem vollständigeren Ergebnis fortgesetzt werden konnte, zeigen die Ergebnisse dennoch eine Angstreduktion bei allen Probanden. Darüber hinaus erreichten drei von vier Probanden einen Grad an Entspanntheit und Kontrolle, der es ihnen ermöglichte, wirklich gut mit der Zahnbehandlung zurecht zu kommen.
Diese allgemeine Angstredkion ist nicht nur von Vorteil für den Patienten, sondern auch für den Zahnarzt und sein Team, da die Behandlung so leichter, schneller und weitaus weniger nervtötend für alle Beteiligten von statten geht.
Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass keiner der Probanden eine Angstreduktion bis auf Null erreichte. Bei einer Zahnbehandlung, besonders bei invasiven Eingriffen, wie Injektionen für eine lokale Betäubung, ist es verständlich, dass ein Rest an Anspannung zurückbleibt - solange es ein kleiner Rest ist, was den Patienten erlaubt, sich vergleichsweise entspannt und in Kontrolle zu fühlen. Etwa 80 % der Probanden berichteten, dass dies der Fall nach der EFT-Anwendung gewesen war.
Schlussfolgerungen
Als ein Level 3 Anwender und EFT-Trainer verwende ich EFT ständig, nicht nur für meine Zahnptienten, sondern auch für mich selbst und andere Klienten, die mein Therapiezentrum aufsuchen. Ich hoffe, diese Studie wird andere Zahnärzte und deren Teams dazu ermutigen, sich mehr für EFT und seine positiven Auswirkungen in der Zahnheilkunde zu interssieren.
(Eine erweiterte, datailliertere Version dieses Artikels einschließlich einer erweiterten Erklärung über EFT, kann in zahnärztlichen Periodika gefunden werden.)
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